Aromantik ist eine romantische Orientierung, welche ein Spektrum an Personen umfasst, die keine oder kaum romantische Anziehung bzw. kein Interesse an romantischen Beziehungen empfinden oder diese nur unter bestimmten Umständen entwickeln. Aromantik bildet ein Begriffspaar mit dem Begriff Alloromantik. Aromantische Menschen können trotzdem Beziehungen unterschiedlicher Arten eingehen sowie sexuelle Anziehung empfinden und Sexualität ausleben. Diese romantische Orientierung bezieht sich nicht auf die Anziehung zu bestimmten Geschlechtern. Das bedeutet, dass Menschen zum Beispiel aromantisch und bisexuell sein können.
Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, welche ein Spektrum an Personen umfasst, die kein oder ein geringes sexuelles Verlangen empfinden oder nur unter bestimmten Umständen. Asexuelle Menschen können dennoch Beziehungen eingehen, ohne dabei unbedingt sexuelle Anziehung zu verspüren. Asexualität ist nicht mit Abstinenz oder Unfähigkeit zu Intimität zu verwechseln. Sie bildet mit dem Begriff Allosexualität ein Begriffspaar. Diese sexuelle Orientierung bezieht sich nicht auf die Anziehung zu bestimmten Geschlechtern. Das bedeutet, dass Menschen zum Beispiel asexuell und heteroromantisch sein können.
Im schulischen Kontext bleiben Aromantik und Asexualität häufig unsichtbar oder werden missverstanden, obwohl sich immer mehr, insbesondere jüngere Menschen auch in diesem Spektrum verorten.
Schüler*innen im aromantischen/asexuellen Spektrum können mit Vorurteilen, Ausgrenzung oder Erwartungsdruck konfrontiert sein – etwa durch die Annahme, ‘alle Jugendlichen’ würden sexuelle Anziehung erleben, sich ständig verlieben oder Beziehungen führen wollen.
Schule kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Wissen über verschiedene sexuelle und romantische Orientierungen vermittelt, Stereotype abbaut, konsequent bei Diskriminierungen eingreift und so eine Kultur des Respekts stärkt (→ queersensible Schulgemeinschaft).