Binär bedeutet ‘paarweise’ oder ‘zwei enthaltend’. Das binäre Geschlechtermodell ist die weit verbreitete Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt: ‚männlich‘ und ‚weiblich‘. Diese beiden Geschlechter gelten als feste Gegensätze, die klar voneinander getrennt sind. Das nennt man auch Zweigeschlechtlichkeit. Nach einer engen Definition des binären Modells lassen sich Geschlechter nur anhand körperlicher Merkmale eindeutig bestimmen. Das führt dazu, dass Menschen mit diesem Modell ausgeschlossen werden, weil ihre Körper diesen Merkmalen nicht oder nur zum Teil entsprechen – zum Beispiel trans*, inter* oder nicht-binäre Personen.
In Schule wird häufig nach diesem Modell gearbeitet: Mädchen und Jungen werden in Gruppen eingeteilt, z. B. im Sportunterricht oder bei der Sitzordnung.
Auch Toiletten und Umkleiden sind überwiegend binär unterschieden. Wissen über geschlechtliche Vielfalt im Unterricht vermitteln, die Ordnungskategorie ‚Junge/Mädchen‘ vermeiden und geschlechtergerechte Sprache verwenden sind Möglichkeiten eine inklusivere und queersensiblere Schulgemeinschaft zu werden.