Das Adjektiv cis (oder cisgeschlechtlich) beschreibt Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‘diesseits’. Es wird oft als Begriffspaar mit trans verwendet, das ‘jenseits’ bedeutet.
Cisnormativität bedeutet, dass in der Gesellschaft häufig angenommen wird, dass sich alle Menschen mit dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht identifizieren.
Außerdem basiert Cisnormativität auf der Vorstellung eines binären Geschlechtersystems mit zwei Geschlechtern – ‚männlich‘ und ‚weiblich‘. Dadurch werden Menschen, die trans*, inter* oder nicht-binär sind, oft unsichtbar gemacht, falsch verstanden oder sogar diskriminiert.
In der Schule können Lehrkräfte dazu beitragen, Cisnormativität aufzubrechen, indem sie sich bewusst machen, dass das eigene Geschlecht nicht bei allen Menschen mit dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht übereinstimmt. Sie können die Vielfalt der Geschlechter sichtbar machen, zum Beispiel durch die Verwendung geschlechtergerechter Sprache oder den Einsatz von Unterrichtsmaterialien, die verschiedene Geschlechtsidentitäten und Familienformen zeigen.