Der Christopher Street Day ist eine Demonstration für queere Menschenrechte. Er geht historisch auf die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und dem queeren Publikum der Bar ‚Stonewall Inn’ in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969 zurück. Nach langer Zeit der Unterdrückung und Drangsalierung durch die Polizei wehrten sich hier queere Menschen gegen diese Repression, wodurch der queere Kampf um Gleichberechtigung endlich sichtbar wurde. Daraufhin etablierten sich zuerst in den USA und später weltweit jährliche Demonstrationsveranstaltungen, die im Geiste dieser Unruhen auf das weiter bestehende Unrecht aufmerksam machen und es bekämpfen wollen. Die Abkürzung CSD ist nur in deutschsprachigen Ländern üblich. In englischsprachigen Ländern wird der Christopher Street Day häufig als ‚Pride‘, ‚Pride Parade‘ oder ‚Gay Pride‘ bezeichnet.
In Deutschland finden die meisten CSDs zwischen Mai und September in größeren und kleineren Städten statt. Sie bieten einen guten Anlass, um im schulischen Kontext die Thematik aufzugreifen und ggf. Aktionen durchzuführen. Auch ein Besuch eines nahegelegenen CSD kann organisiert werden. Generell bietet der ‘Pride Month’, der im gesamten Juni von der queeren Gemeinschaft gefeiert wird, die Gelegenheit, im schulischen Kontext ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen. Durch Projekttage, Workshops, Ausstellungen oder thematische Unterrichtseinheiten können Schüler*innen für die Rechte queerer Menschen sensibilisiert und gegen Diskriminierung gestärkt werden.