Deadname

Der Deadname (dt. ‚toter Name‘) ist ein im Laufe des Lebens abgelegter Name. Manchmal wird er auch als ‚Geburtsname‘ bezeichnet, da es sich hierbei meistens um den Namen handelt, der einer Person nach der Geburt gegeben wurde. Vor allem trans* Personen wählen im Rahmen ihrer Transition meist einen neuen Namen, der zu ihrer Geschlechtsidentität passt. Der Deadname hat dann nicht für alle, aber für viele negative Assoziationen und kann zum Trigger beispielsweise für Dysphorie werden. Den Deadname einer Person entgegen besserem Wissen zu verwenden, wird Deadnaming genannt und ist eine Form von Diskriminierung.

Auch im schulischen Kontext spielt der bewusste und respektvolle Umgang mit Namen eine zentrale Rolle. Die Verwendung des gewählten Namens und entsprechender Pronomen ist daher nicht nur in der mündlichen Kommunikation ratsam, sondern in Absprache mit der Person auch in schulischen Dokumenten (z.B. Klassenbuch, Klassenliste, Fahrkarte, Schulausweis etc.).

Manche Schüler*innen möchten ihren neuen Namen (zunächst) nur in bestimmten Gruppen oder gegenüber ausgewählten Personen verwenden. Es kann unterstützend sein, dies in einem Gespräch im Rahmen des Coming-Outs zu besprechen. Nach einer juristischen Namensänderung im Zuge des Selbstbestimmungsgesetzes dürfen frühere Vornamen einer Person nicht ohne deren Zustimmung offenbart oder ausgeforscht werden (Offenbarungsverbot).