Dysphorie bezeichnet ein starkes Gefühl körperlichen und/oder sozialen Unwohlseins. Im Kontext von Queerness kann Geschlechtsdysphorie entstehen, wenn das zugeschriebene Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Das daraus resultierende Unwohlsein kann selbstschädigendes Verhalten, Schulabsentismus, Depressionen oder ähnliche psychische Reaktionen zur Konsequenz haben.
Auch im schulischen Kontext kann eine Dysphorie auftreten, wenn die Umwelt eine Person in einem falschen Geschlecht wahrnimmt oder wenn sie eine Diskrepanz zwischen ihrer Identität und ihrem eigenen Rollenverhalten, ihrem Aussehen oder ihrer körperlichen Entwicklung in der Pubertät wahrnehmen. Insbesondere das Verwenden von falschen Pronomen, die Anrede mit dem Deadname, Kommentare zu Auftreten und Aussehen etc. können eine Geschlechterdysphorie hervorrufen, bestärken und womöglich zu psychischen Reaktionen führen.
Eine queersensible Schulgemeinschaft (z.B. mit Blick auf Formulare, Zeugnisse, Toiletten, Umkleideräume, Schlafräume auf Klassenfahrten) kann dazu beitragen, das Risiko von Dysphorie zu mindern.