Heteronormativität ist eine gesellschaftliche Norm, die von der Endo- und Cisgeschlechlechtlichkeit sowie Hetero- und Allosexualität/-romantik aller Menschen ausgeht: Nach dieser Norm sind alle Menschen eindeutig entweder Männer oder Frauen, wobei Männern maskuline und Frauen feminine Eigenschaften und Rollen zugeschrieben sind. Diese beiden Geschlechter unterscheiden sich des Weiteren gegensätzlich und beziehen sich in exklusiven Zweierbeziehungen sexuell und romantisch aufeinander.
Bevor queere Jugendliche sich outen, bleiben sie in der heteronormativ geprägten Schulgemeinschaft häufig unsichtbar; sie werden für heterosexuell und endo- und cisgeschlechtlich gehalten. Insbesondere queere Jugendliche, die ein Coming-Out in der Schule vermeiden, verstecken möglicherweise einen wichtigen Teil ihrer Identität und können sich nicht frei entwickeln.
Lehrkräfte können dazu beitragen, Heteronormativität aufzubrechen, indem sie die geschlechtliche, sexuelle und romantische Vielfalt sowie unterschiedliche Beziehungs- und Familienformen beispielsweise in Unterrichtsmaterialien sichtbar machen und Offenheit und Respekt signalisieren.