Polyamorie

Polyamorie beschreibt Beziehungskonstellationen, die aus mehr als zwei Personen bestehen. Hierbei gibt es eine Vielfalt verschiedener möglicher Beziehungsformen, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Beziehungspersonen orientieren. Poly(amore) Beziehungen sind für alle involvierten Menschen einvernehmlich. Polygamie hingegen beschreibt Ehen mit mehr als zwei Ehepartner*innen. Sie wird oftmals mit patriarchalen Machtverhältnissen assoziiert, bei der ein Mann mit mehreren Frauen verheiratet ist.

Poly(amore) Lebensweisen gewinnen immer mehr an Bedeutung bzw. werden häufiger sichtbar, insbesondere bei jüngeren Generationen. Sie scheinen eher bereit, traditionelle Normen auch in Bezug auf Beziehungen in Frage zu stellen und nach Lebensstilen zu suchen, die am besten zu ihnen passen. Gleichzeitig erfahren poly(amor) lebende Menschen ein hohes Maß an Diskriminierung von Menschen, die diesen nicht-traditionellen Beziehungen sehr kritisch gegenüberstehen.

Sowohl unter Schüler*innen, als auch Eltern und Schulpersonal kann es polyamore Menschen geben. Ein offener Umgang mit unterschiedlichen Beziehungsformen kann dafür sorgen, dass sich alle in einer queersensiblen Schulgemeinschaft wiederfinden.