In queeren Kontexten sind mit Pronomen hauptsächlich Personalpronomen gemeint – also solche, die sich auf eine Person beziehen. Im Deutschen werden für Personen üblicherweise vergeschlechtlichte Personalpronomen genutzt (männlich: ‚er‘ und weiblich: ’sie‘). Sie hängen in der Regel davon ab, welches Geschlecht dieser Person aufgrund ihres Aussehens zugeschrieben wird.
Vor allem für nicht-binäre Menschen fehlen jedoch in der deutschen Sprache Pronomen. Es ist möglich, dass Personen andere, bisher weniger bekannte Pronomen (sogenannte Neopronomen) nutzen, z. B. ‚they/them‘, ‚dey/dem‘ oder ‚xier/xiem‘. Ein möglicher Weg, Missverständnisse und Fehler zu vermeiden, ist es, anstelle der Pronomen immer den Vornamen oder den Vor- und Nachnamen zu verwenden. Die Missachtung von Pronomen wird Misgendern genannt.
Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache und die Beachtung von Pronomen und richtigen Ansprachen können wichtige Bausteine für eine queersensible Schulgemeinschaft sein. Dabei kann die Verwendung von Neopronomen zunächst sehr ungewohnt sein und muss geübt werden.