Queerfeindlichkeit

Laut den Zahlen von Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium wurden in Deutschland für das Jahr 2024 knapp 3000 Straftaten gegen LSBATIQ* Personen verzeichnet. Zu den häufigsten Straftaten zählten dabei Beleidigungen, Gewalttaten, Volksverhetzungen sowie Nötigungen und Bedrohungen. Es wurde zudem festgestellt, dass sich die Zahl der Straftaten im Bereich ‘Sexuelle Orientierung’ und ‘Geschlechtsbezogene Diversität’ seit 2010 nahezu verzehnfacht hat. Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Zahl der queerfeindlichen Diskriminierungen, die nicht zur Anzeige kommen, das sogenannte Dunkelfeld, um ein Vielfaches höher ist.

Auch in Schule sind queerfeindliche Diskriminierungen Alltag. Mehr als die Hälfte der queeren Schüler*innen vermeiden beispielsweise ein Coming-Out in der Schule aus Angst vor Diskriminierung. Diese Angst ist begründet: Diskriminierung und Ausgrenzung queerer Schüler*innen und Schüler*innen aus Regenbogenfamilien kommen sehr häufig vor, was beträchtliche Auswirkungen auf ihre Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten haben kann. Minderung der Leistungsfähigkeit, Schulangst, Selbstzweifel und Depressionen sind nur einige der möglichen Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit.

Es gibt viele Möglichkeiten, der besorgniserregenden Entwicklung entgegenzuwirken und Schulen zu diskriminierungssensiblen Orten zu machen, an dem sich alle Personen sicher, respektiert und wohl fühlen können (→ queersensible Schulgemeinschaft).