Als Transition (im medizinischen Bereich auch Geschlechtsangleichung genannt) wird der Prozess bezeichnet, in dem eine trans* Person soziale und/oder medizinische und/oder juristische Änderungen vornimmt, um ihr Leben und/oder ihren Körper an ihre Geschlechtsidentität anzupassen.
Zum sozialen Prozess gehören das Coming-Out sowie ggf. die Änderungen von Vornamen, Pronomen und eine Änderung des Geschlechtsausdrucks. Auf juristischer Ebene können Vornamen und Personenstand mit Hilfe des Selbstbestimmungsgesetzes amtlich geändert werden. Und auf medizinischer Ebene kann eine Transition Hormontherapie, geschlechtsangleichende Operationen (z. B. Brustoperation, Genitaloperation) sowie weitere medizinische Maßnahmen wie Haarentfernung/Haartransplantation oder Stimmtraining beinhalten.
In der Schulzeit spielen operative Eingriffe meist keine Rolle, eher kann es um Pubertätsblockade und Hormontherapie gehen. Die Entscheidung über solche Schritte werden in einem Abwägungsprozess getroffen, an dem die Jugendlichen selbst, ihre Sorgeberechtigten, Ärzt*innen und Psychiater*innen und/oder Psychotherapeut*innen beteiligt sind.
Die Transition ist ein individueller Prozess, der je nach Person unterschiedlich verlaufen und unterschiedliche Schritte beinhalten kann. Sie kann emotional und physisch herausfordernd sein.
Nicht selten werden einzelne Schritte während der Schulzeit gegangen. Kinder und Jugendliche machen in dieser Phase häufig Erfahrungen mit ersten Coming-Outs. Sie probieren möglicherweise verschiedene Vornamen und Pronomen aus.
Es ist wichtig, ein diskriminierungsarmes und unterstützendes Umfeld
(→ queersensible Schulgemeinschaft) zu schaffen und entsprechend selbstgewählte Namen und Pronomen zu respektieren.